Universitetet

Das Labor in Umeå - es sieht aus wie überall

Das Labor in Umeå - es sieht aus wie überall

Freitag habe ich die erste Prüfung für meinen ersten Kurs hier in Schweden geschrieben! Jaha, Prüfungen! Wieder schriftlich, kein ankreuzen und dann noch auf englisch… Aber dank Altklausuren garnicht mal so ein Problem.

Aber wie läuft hier die Uni eigentlich ab? Das System ist vergleichbar mit dem der Medizinstudenten im klinischen Abschnitt. Man studiert normalerweise 6 Wochen lang immer nur ein Fach, danach gibt es eine Prüfung und sofort danach beginnt der nächste Kurs. Vier Kurse á 7,5 ECTS Punkte ergeben dann ein Semester. Ausnahmen bilden die Sprachkurse, die wie bei uns parallel zu allem anderen laufen. Ich finde das System echt angenehm, weil man endlich mal wirklich in einem bestimmten Fach drin ist und dadurch nicht am Ende des Semesters wie blöd für alles gleichzeitig lernen muss. Bulimielernen, wie es ein Prof von mir mal bezeichnete.

Studying at Umeå University (Source: www.umu.se)

Studying at Umeå University (Source: http://www.umu.se)

Außerdem spricht man die Lehrer hier alle mit Du und Vornamen an, das macht alles viel lockerer und man hat weniger Angst einfach zum Dozenten zu gehen und irgendwas zu fragen, aber man klopft nach einer Vorlesung nicht (was ich eigentlich recht schade finde).

Mein Letzter Kurs war molecular genetic, ein 15 ECTS Punkte Kurs über die ersten beiden Blöcke. Im Vergleich zu Freiburgs Kursen war der hier recht anstrengend, da ich viel mehr Zeit nur für den einen Kurs aufbringen musste, aber dafür auch recht effizient. Wir mussten einen Guest Commentary schreiben (eine Art minireview), hatten sechs Laborversuche mit jeweils den Labreports im Paperformat und sollten zu jedem Vorlesungsgebiet noch Aufgaben lösen.

Lisa, meine schwedische Labpartnerin

Lisa, meine schwedische Labpartnerin

Zum Beispiel gab es das Laborthema: Inactivation of an E.coli gene for functional studies.

Dazu mussten wir zusammen mit unserem Labpartner (ich habe immer mit Lisa, einer super lustigen Schwedin aus der nähe von Hudiksval zusammengearbeitet) herausfinden, was ein gegebenes Gen macht, einen Versuch designen, wie man das Gen möglichst geschickt und schnell ausknockt, es dann in einem Laborversuch nach unsrem Versuchsdesign durchführen und eine Möglichkeit finden nachzuweisen, dass es auch wirklich inaktiviert wurde.

Dank der guten Vorbereitung und vieler Hilfen nicht sehr schwer, aber einerseits hatte ich mit E.coli bisher fast nichts zu tun, andererseits ist es etwas ganz anderes einen Versuch selbst zu designen anstatt ihn stupide mit einem Rezept abzuarbeiten.

irgendwann im Labor

irgendwann im Labor

Im Kurs waren wir 35 Leute, davon aber nur 6 Schweden, der Rest Internationals oder Erasmus Studenten. Das war aber eine super Mischung und hat echt Spaß gemacht.

Jetzt nehme ich mir grade zwei Blöcke frei, da es nur einen advanced microbiology und einen neurobiology Kurs gibt, die mich beide nicht so sehr interessieren. Aber ich habe ja noch meinen Schwedisch Kurs (auch 15 ECTS) und da ich in nächster Zeit viele Trips machen werde, ist n bisschen mehr freie Zeit auch ganz gut 🙂

Freitag geht’s nämlich nach Norwegen zum Grotten erkunden und Mittwoch nächster Woche nach St. Petersburg!

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