Galaktisch!!

11.10.2010 um 23:00 am Nydala-SeeNochmal ein schneller Zwischenpost: Ich habe heute meine ersten Polarlichter gesehen!!! AWESOME!!!

Aber erstmal wie es dazu kam. Eigentlich bin ich früh von Alexandras Geburtstagsfeier heim gegangen, da ich bis Montag noch 3 Assignments machen muss und übers Wochenende wieder nach Stockholm fahre. Da kommt von Lisa eine SMS ob es Polarlichter geben könnte, was aber eigentlich nicht sein könnte, da die Langzeitvorhersagen alle von einer sehr geringen Aktivität gesprochen haben. Dann fing es auch noch an zu regnen!! Angeblich sogar eine Art Schnee-Regen.. Also wirklich schlechte Bedingungen um überhaupt was zu sehen. Dann war ich doch neugierig und hab die aktuelle Aktivität gesehen: STORM! -> also starke Bewegungen im Magnetfeld der Erde, beste Voraussetzungen. Als dann das Wolkenradar auch noch zeigte, dass die Wolken wegziehen haben Lisa und ich spontan beschlossen: Wir fahren zum Nydala-See!!

Und dort war es! Das Polarlicht! Wunderschön, grün leuchtende Bänder ziehen über den Himmel (Ja sie bewegen sich wirklich! Und ziemlich schnell!) und wirklich gut zu sehen.

Lisa und ich haben dann erstmal unsere Kameras herausgeholt und eine Langzeitbelichtung nach der anderen geschossen. Dabei muss ich aber noch lernen mit den ganzen Einstellungen klar zu kommen, zum Beispiel auch das ISO-level anzupassen. Meine Bilder sind bei ISO 1600 aufgenommen, also sehr empfindlich, aber daher leider auch alle etwas körnig.

Aber hier die Bilder von heute Abend:

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Abgeschafft

Bevor ich weiter von dem Stockholmtrip berichte, muss ich kurz etwas einschieben:

Schweden hat einfach ab dem 1. Oktober seine kleinste Münze abgeschafft! Einfach so. Das 50 Öre Stück, umgerechnet etwa 5-6 Cent. Stellt euch mal vor, wenn bei uns einfach die ein Cent Münze von einem auf den anderen Tag abgeschafft würde? Was gäbe es da für einen Aufschrei!

Die 50 Öre-Münze wurde einfach abgeschafft!

Das kleinste Geldstück ist jetzt die Ein-Krone-Münze, die etwa 11 Cent wert ist. Will man etwas kaufen, was z.B. 10,50 Kronen kostet, so wird gerundet und ab jetzt kostet es 11 Kronen! Im Bankgeschäft bleibt die kleinere Einheit jedoch weiter erhalten und wenn man per Kreditkarte zahlt, wird einem dennoch der „korrekte“ alte Preis abgehoben. Hier zahlen sowieso ALLE! mit Kreditkarte, sogar wenn man einen Kaffee in der Uni kauft oder in der Disco an der Bar für ein Bier. Im Bus kann man zum Beispiel gar nicht mehr Bar bezahlen.

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Roadtrip: Stockholm part I

Auf nach Stockholm

Auf nach Stockholm

Nach zwei Wochen in Umeå musste Stefan mit schweren Herzen das nette Umeå verlassen. Als Höhepunkt haben wir uns noch zwei Tage lang Stockholm angesehen, von wo er dann über Zürich nach Freiburg zurückgeflogen ist.

Wir sind zusammen mit Liz und Mustafa, die Freunde in Uppsala besucht haben, die 650 km auf der wunderschönen E4 in den Süden gefahren. Dadurch wurde die Fahrt auch unschlagbar billig: 15 € pro Person pro Fahrt. Damit ist sie billiger als jeder Flieger (zwischen 30 und 80 €) oder Bus (30 € im YBuss 10 Stunden über Nacht).

Liz kurz vor ihrer ersten Fahrt im Rechtsverkehr

Liz kurz vor ihrer ersten Fahrt im Rechtsverkehr

Bei ihrer ersten fahrt im Rechtsverkehr hat sich Liz (sie ist Engländerin) echt gut angestellt und wir sind ohne Probleme und leider auch ohne einem Elch begegnet zu sein, um sechs Uhr abends dann in Uppsala und eine Stunde später in unserem Hostel angekommen. Umeå liegt auch nicht weiter von Stockholm entfernt als Freiburg von Lüneburg. In Stockholm gibt es eine Citymaut, die jedoch Mietwagen und Ausländer nicht bezahlen müssen… es ist doch praktisch, dass ich mein deutsches Kennzeichen habe 🙂

In Stockholm, der Hauptstadt Schwedens, leben knapp eine Million Einwohner und in dessen Metropolregion lebt fast ein Viertel der schwedischen Bevölkerung (fast zwei Millionen in einem Land mit 9 Millionen Einwohnern). Allein das jährliche Bevölkerungswachstum von 8 Prozent (Umeå hatte im gleichen Zeitraum ein Wachstum von knapp 11 Prozent) in zehn Jahren zeigt, dass Stockholm eindeutig ein must-have-seen ist!
Ich war seit meinem Schüleraustausch vor 6 Jahren nicht mehr in Stockholm und war echt gespannt, ob ich mich noch an die Stadt erinnern konnte. Ich muss zugeben: kaum. Nach und nach kamen aber Erinnerungsfetzen wieder, besonders als wir dann auf Södermalm waren.

Stockholms tunnelbana

Stockholms tunnelbana

Stockholm ist auf Inseln direkt an der Stelle gebaut worden, an der der Mälersee (Süßwasser) auf die Ostsee trifft (Salzwasser). Die Innenstadt ist in vier große Bezirke gegliedert: Norrmalm (wörtlich übersetzt: Nördliches Siedlungsgebiet), Östermalm, Södermalm und Kungsholmen, wo wir unser Hostel am Friedhelmsplan hatten. Es wurde zu Recht zum besten Hostel Schwedens gewählt und ist eigentlich auch kein richtiges Hostel, sondern eher ein Hotel mit ganz normalen Betten und Fernseher im Raum (trotzdem nur etwa 30 € die Nacht). Hostelcharakter hat nur noch, dass man seine eigene Bettwäsche mitbringen muss und die Toilette/Dusche nicht im eigenen Zimmer ist. Ich kann es nur jedem empfehlen, der nach Stockholm kommen möchte dort zu übernachten. In der großen Küche haben wir dann noch schnell ein paar Knäckebrote mit Tubenkäse (typisch schwedisch, dazu aber später mehr).

Stockholm - Slussen bei Nacht

Stockholm - Slussen bei Nacht

Zum T-Centralen und damit zur Innenstadt ist es auch nur ein Katzensprung dank der genialen, aber recht teuren Stockholmer U-Bahn, sodass wir am ersten Abend gleich einen Abstecher in die Stadt gemacht haben. Im Partyviertel Slussen (die ehemalige Schleuse, die das Süß- vom Salzwasser trennt) auf Södermalm sind wir dann hängengeblieben. Erstaunlicherweise ist Stockholm was Bier- und Alkoholpreise betrifft sehr viel billiger als Umeå, was aber bei der großen Konkurrenz an Bars, Kneipen und Discos kein Wunder ist. Ein weiterer Unterschied zu Umeå:

Irgendwo in der Nähe von Slussen

In einer Bar in der Nähe von Slussen

In Stockholm haben die Discos teilweise bis 5 offen! Keine nervige Sperrstunde, die einen zwingt zu unmöglichen Zeiten mit einer „Preparty“ zu beginnen (teilweise geht es hier schon ab halb sechs los…). Wenn um zwei dann die Clubs schließen, gibt es dann aber oft noch eine „Afterparty“ irgendwo in einem der Wohnheimkorridore.

Das war nun der erste Tag und der zweite Teil des Roadtrips folgt bald.

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Das Meer

Umeå liegt eigentlich direkt am Meer, wenn man sich das ganze auf der Karte ansieht:

So einfach sehen tut man es aber leider noch lange nicht von Umeå aus. Um ein bischen aus der Stadt herauszukommen und etwas von der Natur um Umeå herum zu erleben, sind Stefan und ich am vierten September daher nach Holmsund gefahren, etwa 15 Minuten Autofahrt. Von Holmsund aus fährt auch die Fähre nach Vasaa, Finnland, was ich nächstes Jahr im Frühling unbedingt mal ausprobieren muss. Die Ostsee, oder auch Baltic Sea, scheint hier gar nicht wie ein Meer, eher wie ein unglaublich großer See mit vielen kleinen Inselchen. Um das noch extrem schöne Wetter zu genießen, haben wir uns hier einfach ans Meer gesetzt und etwas gechillt.

Wie auf der Karte zu sehen ist, befindet sich direkt vor Umeå eine kleine Insel, Holmön, die als der sonnenreichste Ort Schwedens bekannt ist. Drei Tage später, am 7. September, haben wir uns entschlossen einen kleinen Nachmittags-Ausflug zu machen. Die gelbe Fähre ist umsonst (Viele Fähren im Inland sind umsonst, da es oft keine andere Möglichkeit gibt über Seen und Flüsse zu kommen) und man muss nur die Abfahrtszeiten abpassen. Die Fähre braucht etwa eine halbe Stunde und so konnten wir 2 1/2 Stunden auf der Insel umherwandern, viel zu wenig, aber genug um einen netten Eindruck von der Insel zu bekommen. Eine der Buddy-Groups hat sogar schon einen Ausflug mit Übernachtung dorthin organisiert, wobei es keine Duschen in der dortigen Jugendherberge gibt und man daher im Meer baden muss, was aber aufgrund des sehr geringen Salzgehalts kein großes Problem ist.

Unser Ziel für den Ausflug war die Ostseite der Insel um nach Finnland rüber schauen zu können, das hier nur etwa 36 km entfernt ist und angeblich gibt es jedes jahr im Juli einen Ruderwettbewerb dorthin. Ohne Karte und nur an der Sonne orientierend haben wir versucht den Weg zu finden, der aber immer kleiner wurde und schließlich in einem Sumpf endete. Um die Fähre abends noch erwischen zu können und um uns nicht zu verlaufen, haben wir es dann aufgegeben, was aber nicht heißt, dass ich da nicht später nochmal hinfahren werde.

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Hösten har kommit

Während ich hier versuche meinen Rückstand an Tagen aufzuholen, ist hier mittlerweile schon der Herbst eingekehrt und Equinox ist auch schon vorbei, d.H. die Tage werden schneller kürzer als in Deutschland. Seit gestern macht Umeå auch wieder seinem Ruf als sonnenreichste Stadt Schwedens (sagt zumindest dieser Clip hier, der Umeå aber auch sonst sehr gut darstellt) alle Ehre. Tagsüber 16 Grad, dafür gestern Nacht auch schon um die 0 Grad.

Da schon wieder Nordlichter gesehen wurden, habe ich mich mal auf die Suche nach besseren Vorhersagen gemacht und werde daher in nächster Zeit die gerade etwas unübersichtliche Nordlichterseite aktualisieren.

Hier einfach mal ein paar Eindrücke vom Herbst in Nordschweden.

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Lasertag!

Barney zu Ted am Telefon:
„Hey, loser. How’s not playing laser tag? Because playing laser tag is awesome!“

Laser Tag ist seit „How I Met Your Mother“ sicher extrem bekannt, doch gibt es in Deutschland noch kaum eine Möglichkeit das Spiel zu spielen. Die „Megazone“ in Umeå jedoch bietet es an und nach extrem begeisterten Erfahrungsberichten mussten wir es natürlich unbedingt auch spielen. Es ist ähnlich wie Paintball im dunklen ohne Farbkugeln, eindeutig weniger Schmerzhaft und macht extrem viel Spaß! Lasertag wird besonders in Deutschland kritisiert, was aber meiner Meinung nach total unbegründet ist. Jedes Völkerballspiel ist brutaler und mehr auf Gewalt ausgerichtet…

Stefan und ich haben es nun vor ein paar Wochen mit ein paar Leuten geschafft hinzugehen. Zwei Spiele sind mit 12 € nicht billig, aber eine Runde dauert etwa jeweils 20 Minuten und nach zwei Spielen ist man echt fertig von dem vielen Laufen, Ducken, Verstecken und Wegrennen 🙂

Es läuft in etwa so: Bis zu 18 Spieler können in maximal 3 Teams gegeneinander spielen und versuchen die „gegnerische“ Basis zu zerstören, die ist hier ein kleiner leuchtender Punkt an der Decke. Letztendlich gibt sie nur wenige Punkte, daher macht es viel mehr spaß, die anderen zu erwischen. Wurde man an der Schulter oder der Waffe getroffen, ist man für 5 Sekunden „gestunned“ und kann solange nicht schießen. Wird man am Rücken oder an der Brust getroffen muss man für 10 Sekunden aussetzen. Die ganze Anlage ist extrem verwinkelt mit vielen Verstecken und Durchlässen, was das ganze Spiel extrem schnell schnell und Spannend werden lässt. Hinter jeder Ecke kann plötzlich jemand auftauchen!

Wer mich in Facebook als Freund hat, kann auch ein Video von uns sehen, dass die Lisa aufgenommen hat, wobei man dabei nicht wirklich viel erkennen kann.

Lasertag ist awesomedary!!

Lasertag ist awesomedary!!

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Schweden hat gewählt – und Europa rutscht nach rechts

Bevor ich versuche das ganze Geschehene nachzuholen, will ich ein aktuelles Thema dazwischenschieben, wobei ich aber nicht ganz neutral bleiben kann, es dank des Blogs ja aber auch nicht sein muss… In Schweden wurde gewählt! Ich war leider nicht Stimmberechtigt, da ich mich hätte vier Tage vorher registrieren lassen müsste und dafür auch noch eine Personalnummer gebraucht hätte (die wird hier für alles gebraucht -> hol ich mir noch). Schwdens Politik wurde bisher von zwei großen Blöcken bestimmt. Dem roten Block (Sozialdemokraten, Linkspatei und Grünen – hier haben die nicht solche Probleme mit links wie in Deutschland) und dem blauen Block (Moderaterna- sowas wie der linke Flügel der CDU, Christian Demokrats, Center und Liberals).

Nur mit kurzen Unterbrechungen hat der rote Block in Schweden regiert, doch seit 2006 ist jetzt nun der blaue Block in der Regierung. Das ganze, recht stabile System, das es bisher sehr gut geschafft hat in einem Vielparteiensystem (7 Parteien im Reichstag bei einer 4%-Hürde) steht jetzt nach der Wahl am 19.9.2010 auf der Kippe.

Hier das Wahlergebnis der Wahl 2010

Hier das Wahlergebnis der Wahl 2010 - Quelle: The Local, 24.09.2010

Wieder hat es der rote Block nicht geschafft, genug Stimmen auf sich zu vereinigen und ihn damit, dank dem schlechten Abschneiden der Sozialdemokraten, in die größte Krise seiner Geschichte geführt. Doch auch dem blauen Block fehlen 20 Sitze im Parlament zur absoluten Mehrheit. Das alles liegt nur an einer neuen Partei im Reichstag: Den Sverigedemokraterna – Schwedens Demokraten (SD). Es ist eine rechtspopulistische Partei, die trotz ihrer Aussage Rassismus abzulehnen, besonders mit Ausländerfeindlichen und Immigrationskritischen Aussagen im Wahlkampf von sich Reden gemacht hat. In einem ihrer Wahlwerbespots, den die Fernsehstationen aber geweigert haben zu senden, wird eine Rentnerin auf dem Weg zur Rente von Rentnerinnen in Burkas überholt. Die Immigranten würden den Schweden die Sozialleistungen wie die Rente vor der Nase wegschnappen. Hier der Link zu dem Spot, ihr könnt euch ja selbst eine Meinung dazu bilden. Besonders in Südschweden hat sie einen starken Zuspruch bekommen, so hat sie im Umkreis Malmös (direkt gegebüber von Kopenhagen) bis zu 15 % der Stimmen bekommen, hier in Umeå nur weniger als 1%.

Es scheint, als schwappe die rechte Stimmung, die Hetze gegen Ausländer und Immigranten auch in das noch so tolerante Schweden über. Im benachbarten Dänemark wird die Minderheitsregierung der Liberalen Partei durch die rechtspopulistische Dänische Volkspartei geduldet, in Frankreich und Italien werden offen Sinti und Roma ausgewiesen, eine in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach garnicht so falsche Aussage von Viviane Reding, EU-Justizkommissarin, wird als Europäischer Skandal bezeichnet und in Deutschland ist dank Thilo Sarrazin die Immigrationspolitik im Mittelpunkt des Blickpunkts. Selbst in den Nachrichten wird schon behauptet, dass er damit nur eine Mehrheitsmeinung aufgreift. Ist Europa wirklich so weit nach rechts gerutscht? Wird im Zuge der Finanzkrise ein Feindbild aufgebaut, wie es schon einmal geschehen ist? Armes Europa…

Wenigstens wird keine der bisherigen Parteien im Reichstag mit der SD koalieren, da allgemein angenommen wird, dass es politischem Selbstmord gleichkäme. Frederik Reinfeld, Schwedens Ministerpräsident, hat gleich in der Wahlnacht nun versucht die Miljöpartiet, die Grüne Partei Schwedens, in seine Koalition einzubinden oder zumindest von ihr geduldet zu werden Meiner Meinung nach wird das nicht passieren. Ein Schwerpunkt des blauen Blocks ist besonders unter Führung der Folkspartiet der Neubau von bis zu 12 neuen Kernkraftwerken um unabhängiger vom Ausland zu sein. Der Nichtbau von Kernkraftwerken war das Hauptargument der Grünen. Es gibt also noch eine Menge Streit, der durch das komplizierte Auszählungsverfahren im Moment noch verschärft wird. In einigen Kreisen fehlten nur 7-9 Stimmen für Sitze (natürlich wird geklagt) und auch das Verteilungssystem der Sitze steht zur Debatte. Es wird also Spannend in nächster Zeit, wie sich Schweden orientieren wird. Ob die SD in Schweden, wie auch damals in Dänemark, eine Zukunft hat und sich etablieren kann? Ich hoffe nicht.

Ps.: Hier in Schweden werden übrigends nicht die Wähler der SD für das gute Abschneiden der rechten Partei als Verantwortliche gesehen. Jeder darf hier seine Meinung äußern und sie versuchen politisch durchzusetzen, da niemand von sich behauptet seine Meinung sei mehr Wert, als die der Anderen (siehe auch das Jäntelagen). Verantwortlich  sondern eine ganz andere Gruppe: Die Gruppe der Nichtwähler. Schweden hat zwar mit über 82% Wahlbeteiligung eine der höchsten ganz Europas, aber Wählen wird als Bürgerpflicht und daher die 18% als Schuldige gesehen. Auch mal eine Ansichtsweise.

edit: Passend zum Thema gibt es gerade eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema, hier im Spiegel diskutiert und hier geht’s direkt zur Studie.

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Umeå und Besuch

Nydalasjön

Der Nydala See

Hier ist so viel losgewesen, dass ich nichtmal dazu kam was zu schreiben, aber ich versuche alles nachzuholen in den nächsten paar Artikeln und ich hoffe, dass ich alles noch in der richtigen Reihenfolge hinkriege…

Das Wetter ist endlich gut geworden! Teilweise sogar wärmer als in Freiburg, und das will was heißen.. aber ich glaube nicht, dass das jemals wieder so sein wird… Perfekt für einen kurzen Abstecher zum wunderschönen Nydala-See,nur 5 Geh-Minuten von mir zuhause entfernt.

Nordlichter in Umeå - leider nicht von mir fotografiert

Nordlichter in Umeå - leider nicht von mir fotografiert

Hier wurden auch schon von ein paar Leuten aus dem Mariehem Wohnheim, direkt am See, die ersten Nordlichter gesichtet… ich will die auch endlich mal sehen!! Aber spätestens beim geplanten Trip im November an das Nordkap werde ich sie hoffentlich sehen!

Am Montag den 30.8. (hui das ist jetzt schon wirklich lang her) ist Stefan mich für 2 Wochen besuchen gekommen, hoch in den hohen Norden! Echt eine tolle Aktion!!

Er hat natürlich gleich seine Lieblingsband entdeckt, hier in Schweden!

Stefan in Umeå

Er wurde dann da das Buddy-Programm der Universität nach der Einführungswoche gestartet ist, von unserer Gruppe quasi adoptiert. Das Buddy-Programm ist eine echt tolle Sache: Etwa 20 Internationale Studenten und 5-8 schwedischen Studenten bilden eine Buddygroup, die dann zusammen alles mögliche machen wird, zum Beispiel Prepartys feiern (dazu später noch mehr), internationale Dinner, Ausflüge oder Aktivitäten wie Laser Tag (dazu auch später noch mehr). Leider sind aus meiner Gruppe viele nicht so aktiv, aber die Photochallenge hätten wir gewinnen sollen 🙂

Die Schweden in den See schmeißen ;)

Die Schweden in den See schmeißen 😉

Mitlerweile stellt sich immer mehr raus, wie viele Deutsche hier sind… die Zahlen die man hört schwanken von 80 bis 200 von etwa 400-500 Internationalen… aber es gibt auch viele Franzosen.

Eine kleine Gruppe von 17 Iren fällt aber am meisten auf: Sie feiern einfach am meisten und haben die besten Partys. Fysikgränd 9D und 17D sind fest in ihrer Hand und es gab auch schon Post vom International Office, dass sie sich doch etwas zurücknehmen sollten… Jetzt muss ich los zum IKSU, dazu aber später auch mehr 🙂

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Der Köööönig

Carl XVI. Gustaf von Schweden

Carl XVI. Gustaf von Schweden

Ich habe den schwedischen König gesehen! Den König!!

Naja… war nicht wirklich spektakulär… Eine neue Hochgeschwindigkeitsbahn von Stockholm nach Umeå (5 Stunden Fahrt für die Strecke oder so) wurde gebaut und der König hat sie eingeweiht. Entgegen allen Vorstellungen, die man über die Schweden hat: Den meisten ist der König egal. Er ist nur repräsentativ und hat keinerlei Macht… ach ja.. es gab umsonsten Kaffee 😉

Viel interessanter war dann unser „Trip nach Mittelerde II“. Nachdem ich mit Max schon einmal den Südteil des Skuleskogen-Nationalparks erkundet habe, war nun zusammen mit 4 Erasmusstudenten ein Tagestrip in den Nordteil des Parks dran (grüne Strecke). Dort ist sogar noch viel schöner als im Süden und jetzt muss ich auf jedenfall nochmal in den Westteil.

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Schwedisches Wetter

There is no bad weather, only bad clothes
Schwedisches Sprichwort

Wetterphänomene Ende August

Wetterphänomene Ende August

Es ist Freitag Morgen, 10:17, Regen und es hat 9 Grad Celsius.

Wie versprochen, wollte ich etwas über das schwedische Wetter hier im Norden schreiben. Das Erste, was alle bisher sagten war, dass wir uns auf den Winter einstellen sollen, es wird dunkel, es wird kalt, aber es wird wunderschön. Aber wie dunkel und wie kalt wird es denn wirklich? Der Polarkreis ist immerhin noch etwa 400 km von hier entfernt, ganz dunkel kann es also nicht werden:

Sonnenauf- und untergänge

Sonnenauf- und untergänge

Source: http://www.gaisma.com/en/location/umea.html

Grau = Nacht, Gelb = Tag, Blau/Rot = Dämmerung

Im Dezember, am 21.12.2010 wird die Sonne um 9:28 aufgehen und um 13:46 untergehen…. ganze 4 Stunden Sonnenlicht immerhin!! Also werde ich zumindest schonmal nicht zum Maulwurf. Außerdem soll es ab spätestens November/Dezember schneien und Schnee reflektiert Sonnenlicht -> Es wird hell. Für Schweden ist Schnee etwas ganz besonderes hier, etwas, worauf man sich freut. Es verwandelt die dunkle graue Landschaft in eine helle Märchenwelt.

Am 21. Juni, Mitsommar, wird im Gegensatz die Sonne um 2:14 aufgehen und um 23:40 untergehen! Party all night long 😉 Außerdem wird es nicht ganz dunkel, weil die Sonne so flach hinterm Horizont steht. Im Sommer wird also die ganze Zeit „Twilight“ herrschen.

Und wird es kalt? Ja es wird kalt! Die kälteste gemessene Temperatur waren -37°C… letzten Winter war es einmal -34°C kalt…  Für genauere Informationen könnt ihr ja mal hierhin gehen, da ich grad keine Lust hab einfach Paste&Copy zu machen. Wenigstens gibt es hier nie Sandstürme 😉

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