Veränderungen

Umeå im Winter

Mittags um zwei am vereisten Umeå-River

Ich lebe jetzt schon mehr als drei Monate in Schweden, oben im Norden. Bisher habe ich die Entscheidung ein Jahr im Ausland zu leben nicht einmal ansatzweise bereut und kann nur jedem empfehlen ins Ausland zu gehen, besonders hier nach Umeå! Alle anfänglichen Ängste haben sich in Luft aufgelöst. Man ist niemals alleine; es gibt so viele hier, die genau in der gleichen Situation sind wie man selbst. Immer findet irgendwo irgendetwas statt, irgendwas ist immer geplant. Auch die „Dunkelheit“ ist kein Problem. Zum Beispiel haben wir gerade den Sonnenuntergang um kurz nach zwei gesehen, dafür 6 Stunden lang ein wunderbares Abendlicht.

Falls man keinen Erasmus-Platz bekommt kann man auch sonst recht einfach nach Umeå kommen: Als „Free-Mover“, das Programm wurde zwar eingestellt, aber man kann sich hier an der Universität recht einfach einschreiben, bekommt aber kein Geld von der EU. Man muss das dann nur irgendwie mit Freiburg abklären, ob man die Zeit entweder angerechnet kriegt oder sich einfach mithilfe Urlaubssemestern die Zeit nimmt.

Doch einiges verändert sich auch. Ich habe zum Beispiel den teuersten Haarschnitt meines Lebens hier bekommen, umgerechnet 45 € musste ich dafür zahlen, dafür hätte ich in Deutschland fast 4 bekommen! Billiger geht es leider kaum, Schweden ist teuer…. Aber es musste sein. Ob es aber auch gut aussieht? Keine Ahnung, macht euch selbst n Bild davon:

Wie ihr aus dem vorherigen Beitrag sicher wisst liegt hier seit dem 14. Oktober Schnee. Also wirklich Schnee, nicht nur das bischen, was da in Europa gefallen ist und um das so ein Wind gemacht wird. Stellt euch vor Schweden würde seine Flughafen wegen Schnee schließen, dann würde man ein halbes Jahr lang hier nicht herfliegen können! Aber der Schnee hier macht die Stadt, die im Sommer eher das hässliche Entlein ist zum weißen Schwan. Auf Salz auf den Straßen wird hier ganz verzichtet und alles ist plötzlich weiß, hell und freundlich (bei Temperaturen von weniger als -10°C bringt das auch nichts mehr den Schmelzpunkt von Wasser um ein paar Grad zu erniedrigen). Wie ich am Montag gelernt habe, bekommt Umeå seine Schneemassen aufgrund eines Wetter Phänomens, das „Lake-Effect-Snow“ genannt wird, ganz interessant eigentlich.

Aber es gibt auch traurigere Entwicklungen. Mein „Roomie“ Burkart ist heute wieder nach Deutschland geflogen um dort den Rest des Semesters zu Ende zu studieren. Ein erster Vorgeschmack auf den 14. bis 16. Januar, wenn hier das erste Semester zuende ist und alle diejenigen, die nur ein halbes Jahr Erasmus machen nach Hause fahren….

Manches bleibt aber auch gleich. Heute Abend sehe ich zum Beispiel Johnossi zum zweiten Mal. Das erste Mal vor mehr als zwei Jahren in Freiburg, jetzt in Umeå! Die Welt ist klein 🙂

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Eine Antwort zu Veränderungen

  1. Lars schreibt:

    Hübsch siehst du aus!
    cool, mal wieder was von dir zu hören. freu mich schon auf silvester. wir sind 19 – 21 leute oder so :/. wird eng aber kuschelig 😉

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